Entwurf steht: Eigene Kirche für den Campus
Auf dem Campus am Kreisverkehr bei der Uni soll ab dem kommenden Herbst eine neue Kapelle gebaut werden. Der Initiativkreis für das Projekt einigte sich jetzt auf einen Entwurf, der für kirchliche Zwecke, aber auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen soll.
Flensburg/iwe
Das Projekt „Kapelle auf dem Campus“ nimmt konkrete Formen an. Nach einem Architektenwettbewerb, in dem vier Büros ihre Vorschläge einreichten, entschied der Initiativkreis sich am Mittwoch für das Modell eines Lübecker Architekten – und ging damit in die konkrete Planungsphase für den Bau über. „Nach einer Vorauswahl durch einen Gutachterausschuss blieben noch zwei Modelle übrig, zwischen denen wir uns entscheiden mussten“, berichtet die Pastorin der evangelischen Studierenden-Gemeinschaft (ESG), Maike Borrmann. Nach ihren Worten soll der aus Holz geplante Sakralbau einen „besonderen, neuen Akzent“ setzen und einladend wirken. „Der Vorteil der Holzkonstruktion ist, dass wir mit Hilfe der Studierenden auch viel in Eigenleistung machen können“, so Borrmann weiter. Rund achteinhalb Meter hoch soll die Kapelle werden und damit noch über die Birken, die rund um das Gebäude gepflanzt werden, hinausragen. Auch einen Namen hat das Projekt schon, entstanden aus einem Studentenwettbewerb. „Die Entscheidung ist für den Namen „Campelle“ gefallen – zusammengesetzt aus Campus und Kapelle, zusätzlich trägt sie das Motto „Wo Stille lebt“ “, erklärt Oberschulrat Eckehard Doppke.
Die Baukosten schätzt der Initiativkreis, dem auch Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner angehört, auf rund 300000 Euro. „Den allergrößten Teil davon wollen wir durch Spenden aufbringen“, stellt Maike Borrmann klar. Um ersten Kontakt mit interessierten Bürgern und Sponsoren aufzunehmen veranstalten die Initiatoren am zukünftigen Bauplatz der „Campelle“ am Kreisverkehr, der Universität und Fachhochschule verbindet“, am 16. Juni einen Gottesdienst.
Und trotz des ambitionierten Vorhabens zeigen sich alle Beteiligten optimistisch, schon zu Beginn des Wintersemesters die Grundsteinlegung feiern zu können. Dann soll es schnell gehen. „Wenn alles klappt, soll die Kapelle bis Ende des Jahres fertig gestellt sein“, zeigt sich Pastorin Borrmann optimistisch.
